Archivmeldung der Rathauskorrespondenz vom 29.12.2015:
Bitte beachten Sie, dass die Inhalte (Termine, Kontaktmöglichkeiten,...) möglicherweise nicht mehr aktuell sind.

Ludwig/Pürstl: Appell für den Verzicht auf Silvesterkracher

Ludwig/Pürstl: Appell für den Verzicht auf Silvesterkracher

Copyright: PID / Christian Fürthner

Download (0.37 MB)

Ludwig/Pürstl: Appell für den Verzicht auf Silvesterkracher

Copyright: PID / Christian Fürthner

Download (0.41 MB)

Trotz Verbots im Ortsgebiet halten sich viele nicht daran - zum Leidwesen von Mensch, Tier und Umwelt


Gerade in der Großstadt stellt der Krach, den Feuerwerkskörper und andere pyrotechnische Gegenstände auslösen, eine starke Belastung für breite Personengruppen dar. Kleine Kinder, alte und kranke Menschen sowie BesitzerInnen von Haustieren machen die pyrotechnischen Spektakel schwer zu schaffen. Darüber hinaus steigt durch den Einsatz von Feuerwerkskörpern auch der Feinstaubpegel in der Luft massiv an. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl rufen deshalb eindringlich dazu auf, auf Silvesterkracher zu verzichten.

Freude und Harmonie sind die besten Glücksboten für ein neues Jahr. Doch viele können davon nur träumen, weil ihnen der Jahreswechsel durch Silvesterknaller, Rauch und Staub kräftig verdorben wird. Die Wiener Polizei hat deshalb Hochbetrieb. Uneinsichtigen „Zündlern“ von Raketen, Cake Boxen & Co. drohen je nach Schwere des Vergehens Organstrafmandate von 50 Euro ab aufwärts oder sogar Anzeigen.

„Dazu sollte es aber gar nicht erst kommen. Wir appellieren an das Herz und die Vernunft aller Pyrotechnik-Fans: Bitte nehmt Rücksicht und verzichtet auf den Einsatz von Feuerwerkskörpern!“, so Ludwig und Pürstl.

Ein Silvester ohne die ohrenbetäubenden Kracher schont nicht nur die Nachbarschaft und Umwelt, sondern auch schwere Verletzungen, zu denen es beim Hantieren mit pyrotechnischen Gegenständen immer wieder kommt, können dadurch ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus werden Feuerwerkskörper meist in Ländern wie Indien und China produziert. Sehr oft werden Kinder für die gefährliche und gesundheitsschädigende Herstellung der pyrotechnischen Gegenstände herangezogen.

OrdnungsberaterInnen melden Uneinsichtige

In den Wiener Gemeindebauten leben rund eine halbe Million Menschen. Um den Hausfrieden zu erhalten und die Sicherheit nicht zu gefährden, macht auch Wiener Wohnen auf die Einhaltung der Hausordnung und das Verbot von Raketen und Feuerwerkskörpern aufmerksam.

Wiener Wohnen Direktor Josef Neumayer erinnert an einen Balkonbrand vor zwei Jahren, der bei Einhaltung des Feuerwerkverbots vermieden hätte werden können: „Zu Silvester 2013 fing aufgrund einer fehlgeleiteten Silvesterrakete ein Balkon im 22. Bezirk Feuer. Ich bin froh, dass damals keine Bewohnerinnen und Bewohner zu Schaden gekommen sind. Unerfreuliche Folgen waren jedoch eine hohe Schadenssumme sowie eine Anzeige.“

Die OrdnungsberaterInnen von Wiener Wohnen sprechen bei Vergehen Verwarnungen aus, bei Verunreinigungen oder gar Beschädigungen sind sie befugt, Organstrafmandate nach dem Wiener Reinhaltegesetz auszustellen. Sie sind auch rund um Silvester im Einsatz und melden der Polizei, wenn sie auf Uneinsichtige stoßen, die sich nicht an das Verbot von Feuerwerkskörpern halten. (Schluss) neu/da

Rückfragehinweis für Medien