V is for loVe! Wien wird zu einer REPUBLIK DER LIEBE
Wiener Festwochen | Freie Republik Wien 2025 | 16. Mai bis 22. Juni 2025
Die revolutionäre Kraft der Liebe feiern die Wiener Festwochen | Freie Republik Wien vom 16. Mai bis 22. Juni 2025 im zweiten Jahr der Intendanz von Milo Rau unter dem Claim V is for loVe. Aufsehenerregende Künstler:innen aus allen Kontinenten überziehen Wien mit über 40 Theater- und Musikproduktionen, Installationen und Community-Projekten, davon elf Weltpremieren und zehn Eigenproduktionen. Noch nie gab es bei den Festwochen so viele Neu- und Eigenproduktionen, so viele Welt- und Österreichpremieren wie in dieser REPUBLIK DER LIEBE!
Heute startet der Verkauf für alle Produktionen der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien 2025. Insgesamt gibt es 155 Veranstaltungen mit Eintritt, 46.000 Karten werden aufgelegt und auch die Vermehrt Schönes! Tickets für alle U30 um 15 Euro werden wieder angeboten. Bei der großen Eröffnung am Rathausplatz und über 100 weiteren Angeboten heißt es: Eintritt frei!
Die Wiener Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler meint: „Seit der Antike hat das Theater mit seinen vielfältigen Mitteln die Liebe in all ihren Spielarten und Dimensionen erforscht, hinterfragt und interpretiert. Gerade heute, in einer sich rasant verändernden Gesellschaft, in der Hass in Wort und Bild so dominant den sozialen Zusammenhalt gefährden, hat sie nichts an Relevanz eingebüßt und bleibt zentrales Motiv in der Kunst. In Zeiten zunehmender Spaltungen und Unsicherheiten ist die Liebe als verbindende Kraft in unserer Gesellschaft wichtiger denn je. Nach dem umwälzenden Thema der Revolution spüren die Festwochen in diesem Jahr dem mächtigen Gefühl der Liebe nach – als hoffnungsvolles Angebot, mutige Herausforderung und ambivalente Kraft. Kunst und Kultur machen Diskurse sinnlich erfahrbar und eröffnen uns neue Perspektiven. Die Festwochen sind ein unverzichtbarer Raum für diese Auseinandersetzung. Ich bin freudig gespannt auf die Welturaufführungen, Eigenproduktionen, Vorstellungen und verschiedensten Formate, die uns dieses universelle Thema auf einzigartige Weise näherbringen.“
Die zentrale Reihe BRAND NEW CLASSICS katapultiert zwölf große Mythen aus dem Kanon der Weltliteratur ohne Ehrfurcht, aber voller Liebe ins Heute: Sei es Bertolt Brechts Mutter Courage in der Inszenierung von Regie-Shootingstar Lisaboa Houbrechts oder Gorges Ocloos Überschreibung des ikonischen Barockwerks Stabat Mater von Giovanni B. Pergolesi mit afrikanischen Traditionen. Weiße Witwe von Kurdwin Ayub deutet Tausendundeine Nacht auf waghalsige Weise als Geschichte einer Frau, die für ihre Leidenschaft über Leichen geht, um. Mit Ils nous ont oubliés – basierend auf Thomas Bernhards Das Kalkwerk – zeigt die französische Star-Regisseurin Séverine Chavrier erstmals eine Arbeit in Österreich.
Bereits am 15. Mai findet Eine Rede an Europa statt: Die albanisch-britische Politikwissenschaftlerin und Philosophin Lea Ypi hält sie am Judenplatz.
Pulsierendes Herz des Festivals ist das Haus und der Club der Republik im Funkhaus: Theorie-Ikonen wie Eva Illouz debattieren hier genauso wie ehemalige RAF-Mitglieder, Weltstars wie Laurie Anderson sitzen mit Sexarbeiter:innen am Lagerfeuer – und als Hauskünstler:innen verwandelt das Kollektiv SIGNA das Dachgeschoss mit Das Letzte Jahr in eine immersive Performance-Installation. Der Prozess Pelicot holt den zweifellos am meisten mediatisierten, diskutierten und auch symbolischsten Prozess unserer Zeit in Kooperation mit dem Festival d'Avignon ins Funkhaus. Die Debattenreihe Revolutionary Love bringt weltweit führende Philosoph:innen, Schriftsteller:innen, Künstler:innen und Aktivist:innen nach Wien für die intellektuelle, künstlerische und politische Rückeroberung der Liebe als unverzichtbare Kraft der Revolution. Popkultur mit Healing Rituals verbindet die Konzertperformance-Reihe Caravan of LUV von Elia Rediger & int int irrit.
Mit Liebe, Rollenbildern und Machtmissbrauch setzt sich beispielsweise die japanische Regisseurin Satoko Ichihara in Kitty so bösartig wie komisch auseinander und Carolina Bianchi hinterfragt in The Brotherhood Männerbünde. Im großen Diskurs-Format, den Wiener Kongressen I & II, werden die roten Linien der „Cancel Culture“ und die Verstrickungen hinter Machtmissbrauch und #MeToo neu verhandelt, wobei der Rat der Republik eine wichtige Funktion übernimmt. Die Ergebnisse der Arbeit an der Wiener Erklärung, im Jahr 2024 formuliert und seither in Umsetzung, fließen hier ebenso ein wie die Erfahrungen der globalen RESISTANCE NOW!Tour. Und die Rede zum State of Love performt keine Geringere als die legendäre amerikanische Künstlerin Laurie Anderson.
Die Akademie Zweite Moderne präsentiert in zwei Konzerten mit dem Klangforum Wien zehn herausragende zeitgenössische Komponistinnen*. Mit Ein gefräßiger Schatten von Mariano Pensotti wird auch die erfolgreich etablierte Reihe des Volksstücks fortgesetzt, und mit dem gigantischen Projekt Inselliebe erklärt der Künstler Thomas Verstraeten gleich einer ganzen Insel seine Liebe – gemeinsam mit den Communitys der Donauinsel. Das gesamte Programm der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien ist online abrufbar unter https://www.festwochen.at.
Rückfragehinweis für Medien
Judith Staudinger
j.staudinger@festwochen.at
M + 43 664 22 589 38
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